Unterrichtserfahrungen
Gerade komme ich von meiner ersten wirklich geplanten und vorbereiteten Unterrichtsstunde in der 10. Klasse des Gymnasiums N.1.
Letzte Woche hatte ich auch schon eine.
Allerdings war diese eher spontan.
Am Mittwoch vor einer Woche wurden Sebastian und ich eingeladen, uns in der zu unterrichtenden Klasse vorzustellen und dem Unterricht zu folgen, um einen Eindruck vom Lehren und Lernen in der Ukraine zu bekommen.
Doch leider musste die Lehrerin uns verlassen, sodass wir ohne Vorbereitung vor der gespannten Klasse standen.
Es sind 12 Schüler.
Ein wirklich netter und talentierter kleiner Haufen.
Deutsch lernen sie bereits seit 8 Jahren und sind dementsprechend etwa auf dem gleichen Niveau deutscher Oberstüfler in Englisch.
Wir horchten sie nach Interessen und Vorschlägen für die kommenden Unterrichtsinhalte aus und entschieden uns, passend zum jetztigen Monat, mit dem Thema "Oktoberfest" den Deutschunterricht einzuleiten.
Wir planten eine Unterrichtsstunde, wie wir sie selbst von zu Hause kannten:
Die Schüler sollten eigenständig an zuvor festgelegten Themengebieten zum Oktoberfest arbeiten, ein Plakat gestalten und am kommenden Mittwoch eine 10 minütige Präsentation zum jeweiligen Thema halten.
Wir waren sehr gespannt, wie die Schüler auf diese Art des Unterrichtes reagieren würden, denn nach unseren Erfahrungen wird das ukrainische Unterrichtssystem vom Auswendiglernen dominiert.
Nicht vom kreativen Arbeiten.
Wie erwartet waren die Schüler dementprechend etwas überfordert und baten am Ende der Stunde darum, das Plakat Zuhaue fertigstellen zu können.
Sie wollten partu keine extra Arbeitszeit in der Schule. Nein. Sie wollten in Ruhe, mit System (und Internet) die Aufgabe fertigstellen.
Dass es bei dieser Aufgabe nicht darum geht, sich zu beweisen und ein perfektes Plakat zu gestalten, sondern darum, die richtigen Informationen aus den Texten filtern und den anderen bei der Präsentation begreiflich machen zu können, haben sie glaube ich noch nicht ganz verstanden.
Ich bin sehr gespannt auf die kommenden Präsentationen. Das Unterrichten gefällt mir sehr und ich mag die Vorstellung, den Kindern Kreativität vermittlen zu können.
In der Schule fühle ich mich mit meinem bunten Pulli und der neuen Wollmütze wie ein Kanarienvogel. Zur Schule trägt man hier eher schicke, als bequeme Kleidung.
Das Angestarre könnte aber auch daran liegen, dass ich bei 13°c schon rumlaufe, als stünde Weihnachen vor der Tür.
Morgenmuffel und Frosbeule ist eine schlechte Mischung.
Letzte Woche hatte ich auch schon eine.
Allerdings war diese eher spontan.
Am Mittwoch vor einer Woche wurden Sebastian und ich eingeladen, uns in der zu unterrichtenden Klasse vorzustellen und dem Unterricht zu folgen, um einen Eindruck vom Lehren und Lernen in der Ukraine zu bekommen.
Doch leider musste die Lehrerin uns verlassen, sodass wir ohne Vorbereitung vor der gespannten Klasse standen.
Es sind 12 Schüler.
Ein wirklich netter und talentierter kleiner Haufen.
Deutsch lernen sie bereits seit 8 Jahren und sind dementsprechend etwa auf dem gleichen Niveau deutscher Oberstüfler in Englisch.
Wir horchten sie nach Interessen und Vorschlägen für die kommenden Unterrichtsinhalte aus und entschieden uns, passend zum jetztigen Monat, mit dem Thema "Oktoberfest" den Deutschunterricht einzuleiten.
Wir planten eine Unterrichtsstunde, wie wir sie selbst von zu Hause kannten:
Die Schüler sollten eigenständig an zuvor festgelegten Themengebieten zum Oktoberfest arbeiten, ein Plakat gestalten und am kommenden Mittwoch eine 10 minütige Präsentation zum jeweiligen Thema halten.
Wir waren sehr gespannt, wie die Schüler auf diese Art des Unterrichtes reagieren würden, denn nach unseren Erfahrungen wird das ukrainische Unterrichtssystem vom Auswendiglernen dominiert.
Nicht vom kreativen Arbeiten.
Wie erwartet waren die Schüler dementprechend etwas überfordert und baten am Ende der Stunde darum, das Plakat Zuhaue fertigstellen zu können.
Sie wollten partu keine extra Arbeitszeit in der Schule. Nein. Sie wollten in Ruhe, mit System (und Internet) die Aufgabe fertigstellen.
Dass es bei dieser Aufgabe nicht darum geht, sich zu beweisen und ein perfektes Plakat zu gestalten, sondern darum, die richtigen Informationen aus den Texten filtern und den anderen bei der Präsentation begreiflich machen zu können, haben sie glaube ich noch nicht ganz verstanden.
Ich bin sehr gespannt auf die kommenden Präsentationen. Das Unterrichten gefällt mir sehr und ich mag die Vorstellung, den Kindern Kreativität vermittlen zu können.
In der Schule fühle ich mich mit meinem bunten Pulli und der neuen Wollmütze wie ein Kanarienvogel. Zur Schule trägt man hier eher schicke, als bequeme Kleidung.
Das Angestarre könnte aber auch daran liegen, dass ich bei 13°c schon rumlaufe, als stünde Weihnachen vor der Tür.
Morgenmuffel und Frosbeule ist eine schlechte Mischung.
Fiine - 17. Okt, 09:05
